Amyra vom Klostertal
Mein Seelenhund …
Auf meiner Hand geboren und in meinen Armen gestorben.
Amyra war mein Seelenhund. Wir hatten wunderschöne gemeinsame Jahre – aber sie waren viel zu kurz.
Noch heute frage ich mich, ob ich einen Hund in diesem Alter jemals wieder operieren lassen würde. Nach der Operation, bei der wir die linke Milchleiste entfernen lassen mussten, war ich zunächst noch voller Hoffnung. Ich dachte, wir hätten das Schlimmste geschafft.
Doch nachdem zehn Tage später die Fäden gezogen wurden, begann unser zweiwöchiger Kampf um mein Baby.
Amyra verweigerte plötzlich ihr Futter. Tagelang musste sie in der Klinik am Tropf bleiben. Sie wollte einfach nicht mehr fressen. Es wurde geröntgt, geschallt und ihr Blut untersucht – immer wieder suchten wir nach einer Ursache.
Doch es war nichts zu finden.
Also hieß es weiterkämpfen. Kämpfen für mein Mädchen.
Und Amyra kämpfte. Wir gingen kleine Strecken spazieren und ich versuchte, sie mit einer Spritze zu füttern. Getrunken hat sie immer, doch trotzdem nahm sie immer weiter ab. Sie wurde von Tag zu Tag schwächer.
Dann kam die letzte Nacht.
Mit großer Mühe schaffte sie es in mein Bett und legte sich neben mich. Sie wollte diese Nacht bei mir verbringen.
Heute glaube ich, dass sie wusste, dass es ihre letzte Nacht sein würde.
Ich wusste es nicht. Oder vielleicht wollte ich es einfach nicht sehen.
Am nächsten Morgen erbrach sie sogar das Wasser, das sie getrunken hatte. In diesem Moment wusste ich, dass sie es wahrscheinlich nicht schaffen würde.
Trotzdem klammerte ich mich noch an diese kleine Hoffnung und kämpfte weiter für sie. Aber tief in ihrem Blick konnte ich sehen, dass sie nicht mehr konnte. Dass sie nicht mehr wollte.
Ich rief meinen Tierarzt an und bat ihn, zu uns zu kommen. Er machte sich sofort auf den Weg.
Doch er kam nicht mehr rechtzeitig.
Dann ging alles ganz schnell.
Amyra lag in ihrem Lieblingskorb und ich war ganz dicht bei ihr. Sie sah mich an – direkt und tief in meine Augen.
Dann hustete sie.
Ich bekam Panik. Ich hatte das Gefühl, sie würde ertrinken. Ich dachte, ihre Lunge würde sich mit Wasser füllen. Wo blieb nur der Arzt?
Die wenigen Augenblicke kamen mir wie Stunden vor.
Nicht einmal eine Minute nach diesem Husten schrie Amyra plötzlich auf und fiel leblos in meine Arme.
Mein Baby war gegangen.
Bis heute wissen wir nicht, warum sie sich von der Operation nicht erholt hat. Wir haben alles untersuchen lassen, doch keine der Untersuchungen konnte uns eine Antwort geben. Es blieb unerklärlich.
Ich liebe Amyra so sehr.
Und während ich diese Zeilen schreibe, weine ich noch immer um sie. Ich dachte, ich hätte heute die Kraft, ein paar Worte über sie zu schreiben. Aber auch nach zwei Jahren tut es noch genauso weh – als wäre es gestern passiert.
Vielleicht gibt es für den Verlust eines Seelenhundes auch einfach keine Zeit, die diesen Schmerz wirklich verschwinden lässt.
Amyra wird immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben.
Sie wurde auf meiner Hand geboren und ist in meinen Armen gegangen.
Und auch wenn sie nicht mehr bei mir ist, trage ich sie jeden einzelnen Tag tief in meinem Herzen.
Mein Seelenhund.
Mein Baby.
Für immer bei mir. ❤️
Mein Baby.
Für immer bei mir. ❤️
Bedeutung Name:
Amyra bedeutet Prinzessin
Wurftag: 27.06.2009
gestorben: 01.10.2018 / Gesäugetumor
Farbe: schwarz
Geschlecht: Hündin
Zuchtbuch: DZB 124797
Täto: B0029
Gesundheit:
HD und ED frei
vWD frei
B/B Genotyp
Work:
BH /
Ahnentafel von Working Dog