Rocco
Mein erster eigener Hund und Dobermann
Rocco war mein erster eigener Hund und mein erster Dobermann – und er wird für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben.
Rocco war ein etwa 80 cm großer Dobermann-Rüde mit italienischem Stammbaum. Er war viel zu groß und entsprach in vielerlei Hinsicht nicht dem damaligen Rassestandard. Aber das war für mich niemals entscheidend.
Er war meiner. Mein erster. Mein Rocco.
Er war ein Nachkomme von Gemon di Campovalano und ich kaufte ihn mir zu meinem 21. Geburtstag.
Rocco wurde am 05.05.2001 geboren und verstarb am 19.01.2006.
Roccos Leidensgeschichte:
Ein Jahr nach seiner Geburt wurde Rocco plötzlich schwer krank. Er bekam offene Wunden, verlor stark an Gewicht und wurde an der Nase sowie rund um die Augen kahl. Wir suchten zahlreiche Tierärzte auf, doch zunächst konnte uns niemand sagen, was mit ihm geschah.
Mit der Zeit kamen immer weitere Symptome hinzu. Seine Muskulatur wurde schwächer, sodass er sich nicht mehr richtig hinsetzen oder langsam hinlegen konnte. Wenn er sich hinlegen wollte, ließ er sich einfach fallen.
Auch seine Pfoten wurden wund und seine Krallen fielen aus. Schließlich kam es zu einem Nierenversagen, wodurch er das Wasser nicht mehr halten konnte.
Nach unzähligen Untersuchungen und ohne Aussicht auf eine Besserung brachte ich Rocco schließlich in eine Klinik. Ich war an einem Punkt angekommen, an dem ich ihn nicht länger leiden sehen konnte. Sollte ihm dort niemand helfen können, war ich bereit, ihn gehen zu lassen.
Doch dann geschah etwas, das uns endlich Hoffnung gab.
Die Tierärztin erkannte bereits beim ersten Blick einen Verdacht auf Leishmaniose. Ein Bluttest bestätigte schließlich die Diagnose. Rocco war an dieser schweren, aus dem Süden stammenden Infektionskrankheit erkrankt. Zusätzlich hatte er Ehrlichiose, die unter anderem dafür sorgte, dass seine Wunden nicht richtig abheilen konnten.
Mit einer entsprechenden Behandlung konnten wir die Symptome eindämmen und die Ehrlichiose behandeln. Auch die Leishmaniose konnten wir medikamentös behandeln. Sie würde jedoch ein Leben lang in seinem Körper bleiben. Die Tierärztin erklärte mir damals, man könne sich die Krankheit vereinfacht wie eine chronische Erkrankung vorstellen, die zwar behandelt, aber nicht vollständig geheilt werden kann.
Wir gaben Rocco seine Medikamente regelmäßig – und dadurch konnten wir ihm noch einige wunderschöne Jahre schenken.
Er hatte wieder Lebensfreude, und für diese gemeinsame Zeit bin ich bis heute unendlich dankbar.
Doch im Winter 2005 verschlechterte sich sein Zustand plötzlich wieder. Rocco verweigerte sein Futter, wurde immer schwächer und nahm innerhalb kürzester Zeit massiv an Gewicht ab. Es war schrecklich, dabei zusehen zu müssen, wie mein treuer Freund immer mehr an Kraft verlor.
In der Klinik versuchten die Tierärzte, ihn mit Bluttransfusionen zu stabilisieren. Dafür musste ich ihn täglich für sechs bis acht Stunden dort lassen. Schließlich stellte sich heraus, dass Rocco innere Blutungen hatte.
Die Untersuchungen ergaben Blutgerinnsel beziehungsweise schwere Blutungen im Magen, die immer wieder auftraten. Die langjährige medikamentöse Behandlung hatte seinen Magen zusätzlich stark belastet.
Der letzte Versuch, sein Leben zu retten, war eine Operation.
Doch Rocco war zu diesem Zeitpunkt bereits viel zu schwach. Während der Operation verließen ihn seine letzten Kräfte.
Er starb noch auf dem Operationstisch.
Ohne dass ich mich von ihm verabschieden konnte, ging mein treuer Freund von uns.
Bis heute bricht es mir das Herz, wenn ich daran denke. Ich hatte ihm immer versprochen, bei ihm zu sein, wenn es einmal so weit sein würde.
Dieses Versprechen konnte ich nicht halten.
Und trotzdem weiß ich, dass ich alles für ihn getan habe, was in meiner Macht stand. Ich habe ihn geliebt, ihn begleitet, für ihn gekämpft und ihm trotz seiner schweren Krankheit noch wunderschöne Jahre geschenkt.
Rocco war nicht perfekt. Er entsprach nicht dem Rassestandard und er war sicherlich nicht der typische Dobermann.
Aber er war mein erster Dobermann. Mein erster eigener Hund. Mein Freund und mein treuer Begleiter.
Und genau deshalb wird er für immer ein Teil meiner Geschichte und ein ganz besonderer Teil meines Herzens bleiben.
In Gedanken an meinen treuen Freund und Begleiter Rocco
Geboren am 05.05.2001
Gestorben am 19.01.2006
Gestorben am 19.01.2006
Du warst mein erster – und du wirst immer unvergessen bleiben. ❤️
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In gedanken an meinen treuen Freund und Begleiter Rocco
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Für unseren Freund und Begleiter
Du bist gestorben in meiner Hand,
keiner hat wie ich, dich so gut gekannt.
Deine Seele sah ich davon fliegen,
deinen Hals zum letzten Atemzug verbiegen.
Hast die letzten Atemzüge bei mir gemacht,
ich war verzweifelt, hatte nicht die Macht.
Dich bei uns zu halten,
die Natur lies ich walten.
Ich kann es nicht mehr ändern, es tut mir so Leid.
Ich wünschte, ich könnte zurück drehen die Zeit.
Will alles mit uns noch einmal erleben,
doch diese Zeit wird mir keiner geben.
In meinen Händen bist du gestorben
und hoffte doch, es gibt kein Morgen.
Aber das Morgen kam und ich musste sehn,
alles das war wirklich geschehen.
Nun weint die Welt, vor allem ich,
ich wünschte ich könnte finden dich.
Dich einfach irgendwo wiederfinden,
neu an mich binden.
Niemals kann das geschehen,
denn ich musste verzweifelt sehen,
wie Erde geschüttet wurde auf dich.
Die Tränen rannten übers Gesicht.
Ich brauche dich doch, warum gehst du fort
an einen für mich unerreichbaren Ort?
Ich wollte es verhindern, wünschte es ginge.
Doch du kamst in des Todes Fänge.
Es war für dich Zeit,
denn du warst schon bereit,
Bereit den Tod auf dich zu nehmen
und einfach von uns zu gehen.
Du hast dich gequält, ich hab es gesehen.
Niemals hätte es sollen geschehen!
Nun rollen wieder die Tränen über mein Gesicht,
was ich dir zuletzt sagte: Ich liebe dich!
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Für unseren Freund und Begleiter
Du bist gestorben in meiner Hand,
keiner hat wie ich, dich so gut gekannt.
Deine Seele sah ich davon fliegen,
deinen Hals zum letzten Atemzug verbiegen.
Hast die letzten Atemzüge bei mir gemacht,
ich war verzweifelt, hatte nicht die Macht.
Dich bei uns zu halten,
die Natur lies ich walten.
Ich kann es nicht mehr ändern, es tut mir so Leid.
Ich wünschte, ich könnte zurück drehen die Zeit.
Will alles mit uns noch einmal erleben,
doch diese Zeit wird mir keiner geben.
In meinen Händen bist du gestorben
und hoffte doch, es gibt kein Morgen.
Aber das Morgen kam und ich musste sehn,
alles das war wirklich geschehen.
Nun weint die Welt, vor allem ich,
ich wünschte ich könnte finden dich.
Dich einfach irgendwo wiederfinden,
neu an mich binden.
Niemals kann das geschehen,
denn ich musste verzweifelt sehen,
wie Erde geschüttet wurde auf dich.
Die Tränen rannten übers Gesicht.
Ich brauche dich doch, warum gehst du fort
an einen für mich unerreichbaren Ort?
Ich wollte es verhindern, wünschte es ginge.
Doch du kamst in des Todes Fänge.
Es war für dich Zeit,
denn du warst schon bereit,
Bereit den Tod auf dich zu nehmen
und einfach von uns zu gehen.
Du hast dich gequält, ich hab es gesehen.
Niemals hätte es sollen geschehen!
Nun rollen wieder die Tränen über mein Gesicht,
was ich dir zuletzt sagte: Ich liebe dich!
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Diese Krankheit kann jedem Hund treffen.
Sie kann auch von der Mutterhündin an die Welpen übertragen werden.
Schützt eure Hunde wenn ihr in den Süden fahrt.
Lasst euch von eurem Tierarzt aufklären!!i
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Leishmaniose Erklärung
Die Übertragung erfolgt durch Sand- oder Schmetterlingsmücken. In den 1950er Jahren wurden durch den Einsatz von Insektiziden (hauptsächlich DDT) gegen Malaria-übertragende Anophelesmücken auch die Sandmücken ( Phlebotominae) stark dezimiert. Heute haben sich die Sandmückenpopulationen wieder auf das ursprüngliche Niveau vermehrt, wodurch im Mittelmeerraum die Erkrankungszahlen an Leishmaniosen bei Mensch und Tier wieder zunehmen. Die Leishmaniose-Infektionsrate von Hunden ist besonders im Mittelmeerraum stellenweise sehr hoch: In Andalusien sind bis zu 42 % der Hunde infiziert, auf Sizilien bis zu 80 %. Die Infektionsrate bei Menschen und Hunden hängt von der lokalen Sandmückenpopulation, deren Durchseuchung und Stechgewohnheiten ab.
Es gibt viele Krankheitsbilder, die der jeweiligen geographischen Verbreitung der einzelnen Leishmania-Arten zuzuordnen sind. Sie reichen vom lokal begrenzten, oft spontan ausheilenden Solitär ulkus bis zur tödlich endenden Allgemeinerkrankung. Weltweit unterscheidet man drei Leishmanioseformen.
Innere Leishmaniose (viszerale Leishmaniose)
Bei der viszeralen Leishmaniose (auch bekannt als Dum-Dum-Fieber, Schwarzes Fieber oder Kala-Azar) werden die inneren Organe (lateinisch viscera = Eingeweide) befallen. Die Erreger sind L. donovani, in Europa L. infantum.
1977 wurde in Indien (Nordbihar) eine große Epidemie mit ca. 70.000 erkrankten Personen beobachtet. Der Begriff Kala-Azar stammt aus dem Hindi und bedeutet "Schwarze Haut". Die viszerale Leishmaniose ist allerdings nicht auf Indien und China beschränkt. Sie tritt auch in Europa, z. B. im Mittelmeerraum, von Portugal bis in die Türkei auf und ist auch in Südamerika, dort besonders in Brasilien vertreten.
In der Histologie sind die typisch schiffchenförmigen Leishmanien in einem Makrophagen zu erkennen. Ohne Therapie enden ca. 3 % der Krankheitsfälle tödlich. Als erstes orales Therapeutikum wurde im Dezember 2004 in Deutschland das Präparat "Impavido" (Miltefosin) zugelassen.
Hautleishmaniose (kutane Leishmaniose)
kutane Leishmaniose
Die kutane Leishmaniose (auch bekannt als Bagdad-, Orient- oder Aleppobeule) befällt im Gegensatz zur viszeralen Leishmaniose lediglich die Haut (lateinisch cutis = Haut) und verschont die inneren Organe. Die Übertragung findet durch Sand- bzw. Schmetterlingsmücken statt. Die Insekten nehmen bei einer Blutmahlzeit die Leishmanien auf; diese machen im Darm der Mücken einen Entwicklungszyklus durch und gelangen später in den Stechrüssel. Durch den Stich einer infizierten Mücke werden sie weitergegeben. Die Erreger sind L. tropica, L. major, L. aethiopica, L. mexicana oder L. brasiliense.
Sandmücken sind schlechte Flieger. Sie suchen den ungeschützten Körper auf. Nach dem Stich der Mücke kommt es zunächst zu einer Rötung, dann bilden sich juckende Knötchen auf der Haut, die sich in Papeln umwandeln und dann ein nicht schmerzhaftes Geschwür bilden. Die Größe der Geschwüre liegt meist zwischen einem und fünf Zentimetern. Die Vermehrung der Parasiten ist häufig auf den Ort beschränkt, an dem die Infektion stattfand. Häufig betroffen ist das Gesicht. Die sich entwickelnde Beule heilt aber erst nach ein bis zwei Jahren von selbst ab, wobei eine Narbe entsteht.
Als orales Therapeutikum ist seit Dezember 2004 Impavido in Deutschland verfügbar.
Schleimhautleishmaniose (mukokutane Leishmaniose)
Die mukokutane Leishmaniose (auch bekannt als Uta oder Espundia) befällt die Schleimhaut (lateinisch mucus = Schleim). Die Erreger der kutanen und mukokutanen Leishmaniose unterscheiden sich morphologisch (das heißt vom äußeren Bild her) nicht voneinander. Eine Unterscheidung ist nur mit immunologischen oder molekularbiologischen Methoden möglich. Der Erreger ist L. brasiliense
Infolge der Tatsache, dass Leishmanien nahezu alle Organsysteme des Körpers befallen können, kann sich die Krankheit sehr vielfältig darstellen. Einem Großteil der erkrankten Tiere ist jedoch das Auftreten von Störungen der Haut gemein. Anhand der Verteilung dieser Störung können Rückschlüsse auf die Prognose der Erkrankung gezogen werden:
* symmetrischer Haarverlust und Schuppenbildung: mit 60 Prozent der Fälle häufigstes Krankheitsbild, das vorwiegend Tiere mit intaktem Immunsystem entwickeln; beginnend am Kopf verbreitet sich die Erkrankung am gesamten restlichen Körper;
* Hautgeschwüre über Knochenvorsprüngen, an Schwanzspitze und Ohren und im Haut-Schleimhaut-Übergang: betrifft 20 Prozent der befallenen Tiere und deutet auf eine geschwächte Immunabwehr hin. Die Symptome werden einerseits direkt durch die Parasiten hervorgerufen, können aber auch indirekt über eine von Immunkomplexen hervorgerufene Vaskulitis verursacht werden.
* Knötchenbildung in der Haut: In die Haut eingewanderte Makrophagen führen zur Ausbildung der Knötchen; weitere Abwehrzellen sind nur geringfügig beteiligt. Die Erkrankung tritt bei etwa 12 Prozent der Patienten auf und weist auf eine ungenügende Immunabwehr hin.
* generalisierte Hautdegeneration mit Pustelbildung im Bereich des Körperstammes: mit 4 Prozent die seltenste Form. Die Pusteln sind mit einer nichteitrigen Flüssigkeit und einigen Parasiten gefüllt. Die Pathogenese dieser Form ist nicht geklärt und es gibt keinen Hinweis auf einen Zusammenhang mit der Immunkompetenz des erkrankten Tieres.
* Re- oder inermittierendes Fieber mit zwei Spitzen pro Tag (Doppelgipfliges Fieber) ist ein Hinweis auf eine viszerale Leishmaniose.
Neben den beschrieben Störungen kann die Haut weitere Symptome wie übermäßige Verhornung, Krallenverkrümmung, Nagelbettentzündung und Pigmentverlust im Nasen-Maulbereich ausbilden. Auch die Schleimhäute können betroffen sein.
Neben der Erkrankung der Haut sind häufig gleichfalls die inneren Organe betroffen (viszerale Leishmaniose). Je nach Organbeteiligung ist die Ausbildung von Leberentzündungen, Darmentzündungen, Nierenversagen, Blutgefäßentzündungen, Knochenmarkentzündungen, Gelenkentzündungen, Nervenentzündungen und Muskelentzündungen möglich.
Infolge des sich ausgesprochen vielfältig darstellenden Krankheitsbildes kann die Diagnosefindung schwierig sein, zumal die Krankheit in den meisten Teilen Deutschlands nicht endemisch ist und daher oft nicht zur Routinediagnostik gehört. Daneben gibt es keinen absolut zuverlässigen Test für die Krankheit.
Die Diagnosestellung beruht neben dem direkten Parasitennachweis vor allem auf Untersuchungen zur Immunantwort des Wirtes.
Ein direkter Nachweis der Leishmanien kann mittels zytologischer oder histologischer Untersuchungen erfolgen, bei welchen Zellen des Knochenmarks, der Lymphknoten oder der Haut mikroskopisch untersucht werden, was eine direkte Identifizierung der sich meist intrazellulär befindenden Leishmanien ermöglicht. Als weitere Untersuchung bietet sich als gentechnische Methode die PCR an, welche bei Proben aus dem Knochenmark eine Sensitivität und Spezifität von fast 100 Prozent aufweist.
Unter den indirekten Nachweisverfahren hat die serologische Bestimmung von Antikörpern mittels Immunfluoreszenz-Test oder ELISA die weiteste Verbreitung gefunden. Obwohl auch hier Sensitivität und Spezifität mit etwa 80 Prozent recht hoch sind, können falsch negative Ergebnisse bei frisch infizierten Tieren, welche noch keine Antikörper entwickelt haben, auftreten. Dieses Problem besteht gleichfalls beim Intrakutantest, der aber unter Umständen eine Aussage über die Schwere des Krankheitsverlaufes ermöglicht. Ferner besteht die Möglichkeit eines Stimultionstestes der mononukleären Zellen des peripheren Blutes.
Therapie Häufig ist eine vollständige Heilung der Erkrankung nicht möglich. Die therapeutischen Ansätze konzentrieren sich daher neben der Erregerelimination vor allem auf eine Stärkung der körpereigenen zellulären Abwehr.
Canine Ehrlichiose Erklärung
Die Ehrlichiose der Hunde (auch Tropische Canine Panzytopenie, „Zeckenfieber“) ist eine akute bis chronische Infektionskrankheit, die durch Rickettsien verursacht wird. Die Erkrankung ist im Mittelmeerraum endemisch, so dass Hunde vor allem bei Urlaubsreisen in diese Region gefährdet sind. Die Erreger befallen die weißen Blutkörperchen (v. a. Monozyten und Lymphozyten, seltener die Granulozyten).
Erreger
Der Erreger der klassischen Erlichiose (Mono- und lymphozytäre Erlichiose) ist Ehrlichia canis, ein Bakterium. Eine Ehrlichiose kann durch weitere, sog. Sekundärinfektionen, z. B. mit Babesien und Hämobartonellose verkompliziert werden. Vor allem die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) ist Überträger und Reservoir für E. canis. Die Zecken können den Erreger bis zu fünf Monaten beherbergen. Infektionen des Menschen durch den Erreger kommen vor, allerdings vermutlich nur durch Übertragung durch Zecken, eine Hund-Mensch-Übertragung ist unwahrscheinlich. Inwieweit durch die Ausbreitung dieser Zecke auch auf Deutschland, autochthone Infektionen vorkommen, ist bislang nicht vollständig gesichert. Sie sind aber keineswegs auszuschließen, so dass die Erlichiose nicht mehr als typische „Reisekrankheit“ angesehen werden kann
Der Befall der Granulozyten (Anaplasmose, Granulozytäre Erlichiose) wird durch Anaplasma phagocytophilum (Ehrlichia ewingii) hervorgerufen. A. phagocytophilum wird durch den Gemeinen Holzbock übertragen. Diese Erkrankung wurde in der Vergangenheit vor allem in der Schweiz beobachtet („Schweizerische Erlichiose“). Neuere Untersuchungen zeigten auch in Deutschland ein relativ häufiges Auftreten. Die Seroprävalenz bei Hunden in Deutschland beträgt 19 % und wie in der Schweiz sind etwa 1 % der Holzböcke Träger des Erregers.
Symptome
Die Symptome sind meist unspezifisch und sehr mannigfaltig. Alle Hunderassen, vor allem Welpen, sind betroffen.
Mono- und lymphozytäre Ehrlichiose
Die Tiere zeigen häufig ständig wiederkehrendes Fieber, Nasenbluten (Epistaxis), schleimig-eitrigen Nasenausfluss, Erbrechen, Blutungen und Ödeme in der Unterhaut, Abgeschlagenheit, Abmagerung, Blutarmut (Anämie), Milzvergrößerung (Splenomegalie), Gelenkerkrankungen (Polyarthritis), Erkrankungen der Lymphknoten (generalisierte Lymphadenopathie) sowie Meningoenzephalitis mit Krämpfen und Paralysen.
Granulozytäre Ehrlichiose (Anaplasmose)
Der Befall der Granulozyten durch Anaplasma phagocytophilum verläuft meist milder mit Fressunlust, Muskelverhärtungen, Polyarthritis, Lahmheit und Gewichtsverlust.
Diagnose [Bearbeiten]
Klinisch ist die Diagnose nicht zu stellen. Differentialdiagnostisch kommen andere Infektionskrankheiten (Babesiose, Hämobartonellose) und eine immunologisch bedingte Thrombozytopenie in Frage.
Labordiagnostisch können herangezogen werden:
* Erregernachweis aus dem Blut oder in Proben von Lunge und anderen Organen möglich über eine Giemsa-Färbung und Immunfluoreszenztests. Die Monozyten und Lymphozyten zeigen dabei eine typische Morula-Struktur, in der Giemsa-Färbung allerdings nicht sehr zahlreich. Der optimale Nachweis ist 13 Tage nach der Infektion möglich. Die charakteristischen Morulae kommen bei Ehrlichia ewingii-Infekten in neutrophilen und eosinophilen Granulozyten vor.
* Thrombozytopenie, Hyperglobulinämie, Anämie und Neutropenie können die Diagnose unterstützen.
* Über PCR und In situ-Hybridisierung kann E. canis in Geweben nachgewiesen werden.
* Antikörpernachweis im Serum: Ein Titer von 1:10 oder höher ist beweisend. In der Frühphase der Infektion kann er negativ sein. Zudem müssen mögliche Kreuzreaktionen, z. B. mit Anaplasma phagocytophilum in Betracht gezogen werden
Behandlung
Die Therapie erfolgt durch Antibiotika wie Doxycyclin, Tetracyclin and Oxytetracyclin über zwei Wochen. Seropositive Tiere sollten isoliert werden.
Eine Verhütung kann durch regelmäßige Kontrolle und sofortige Entfernung von Zecken bzw. durch den Einsatz von Zeckenmedikamenten (z. B. Permethrin) erfolgen.
Ein Auszug aus Wikipedia